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Monolog einer Serie; 2018

 

SaphirKeramik (Laufen Bathrooms), Glasfaser

93 x 93 x 13 cm

 

          ich weiß, ich bin
          wie meinesgleichen,
          doch stehe ich
          für mich allein,
          umringt von Formen,
          die mir gleichen
          und wünscht ich könnte
          anders sein.

          Um diesem Drang
          nun nachzugehen,
          nehm´ ich das an,
          was mich durchdringt,
          verändre mich
          und muss gestehen,
          dass dies mich auch nicht näher bringt

          ans Ziel
          der Gleichheit zu entfliehen,
          da ich noch immer
          bin wie sie.

 

Wie definiert sich der Wert des Einzelnen in einer Gruppe? Kann ein Objekt noch als Individuum gesehen werden trotz serieller Fertigung? Inwiefern gilt das einzelne Objekt noch als Einzelstück, wenn durch Aneinanderreihung ein Ganzes entsteht?

Genau jenen Fragestellungen werden im Monolog einer Serie thematisiert. Jener unabdingbare Zusammenhalt, der eine Serie oder Gruppe als solche definiert, wird in Textform Ausdruck dessen, was wohl ein Objekt einer solchen Serie zu denken vermag.

Text und Objekte entstanden parallel zueinander und sollen auch in gleicher Wertigkeit zueinanderstehen. Die Farbgebung der Objekte, sowie des Glasfaserschlauches, der sich durch die Serie wie ein kollektives Gedächtnis dieser zieht, verbildlicht zudem die Verbreitung einer Idee oder eines Gedankens innerhalb der Serie.

Ausstellungsansicht Gruppenausstellung Keramiksymposium Gmunden 2018, K-Hof Kammerhofmuseen Gmunden